| Eierleset
Geschichtlicher Hintergrund Es gibt verschiedene Hinweise, die als
Quellen der Eierleset angegeben werden.
Eine Schilderung aus dem Welschland in der ausgeführt wird, wie es zur
Eierleset gekommen sei sagt aus,
dass eine junge, hübsche Bürgerstochter, welche in der Nähe von Lausanne
diente, ihre Hand einem Metzgerburschen versprochen hatte. Der Sohn der
Herrschaft umwarb das junge Mädchen ebenfalls und liess nicht locker,
bis sie ihm die Gunst schenkte und mit ihrem Verlobten brach.
Dieser konnte den Verlust nicht verschmerzen und sann auf Rache an dem
Patriziersohn. Er lauerte ihm eines Nachts im Schlosspark auf, und als
er mit seiner Aufforderung an den Verhassten, er solle die Hände von
seiner Verlobten lassen, nur Hohn und Spott erntete, erstach er
kurzerhand seinen Nebenbuhler.
Der Metzgerbursche wurde verhaftet und nach kurzem Prozess zum Tode
verurteilt. Mit diesem Richterentscheid waren die Metzgerburschen von
Lausanne nicht einverstanden und machten folgenden Vorschlag:
"Das Gericht möge einen jungen Mann von den Freunden des Ermordeten
bestimmen der 120 rohe Eier, jedes eine Elle vom anderen entfernt, und
in gerader Linie auf einer öffentlichen Strasse gelegt, aufheben müsse,
um sie dann in ein Leintuch zu werfen. Während dieses Vorganges habe der
Verurteilte unter Begleitung von Bewaffneten eine vom Gericht bestimmte
Strecke zu Fuss und ohne irgendwelche Begünstigung zu begehen."
Der Wettlauf endete mit dem Sieg des Metzgerburschen, der am Ziel
eintraf bevor sein Gegner mit dem Auflesen der Eier fertig war. So
rettete er seinen Kopf aus der Schlinge.
Bilder Eierleset 2006
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