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Begonnen hat alles mit einem Braukurs vor einem Jahr. Dann hat es
mich so richtig reingezogen. Zuerst kaufte ich das nötige Equipment, um dann mit
meinem Braukollegen loszulegen. Bald musste eine eigene Braupfanne her, vorher hatten
wir sie von einem Restaurant ausgeliehen, dann aber, gesagt getan. Bald wurde mir aber klar
dass ich nicht so weiter brauen möchte - vor allem das Umschütten, Windelfiltern,
Abschlauchen usw... war für mich nicht so der Knüller. Das Bier musste nach
Zugabe der Hefe fertig sein. Besonders das beimengen von Zucker störte mich da.
Mit Speise arbeiten war da natürlich eine alternative, merkte aber bald, das ist nicht
die Lösung.
In dieser Zeit machte ich mal zum Spass ein Schema, wie eine
Hausbrauanlage aussehen müsste, denn ich wollte brauen, und eben nach diesem gab es noch
viele Unbekannte die in die "Hosen" gehen konnten. Weil ich vom Beruf her Schlosser
war, dachte ich mir, wieso eigentlich nicht?
Ich baue eine
Anlage!
Mit diesem Link könnt ihr per PDF Datei die Anfangsidee
"Schema Anlage" einsehen falls ihr keinen Adobe Reader
habt, könnt ihr hier diesen downloaden.

Und hier wie versprochen einige Bilder zur Anlage. Und es beginnt
oben rechts.
Der Kesselausgang

Unten seht ihr gleichzeitig den Abmaischkessel. Unter ihm hat es
einen Schlauchanschluss.
Alle Anschlüsse die ihr seht, sind eigentlich
Gartenanschlüsse und bestehen aus Messing.
Und nun wieder zum Thema
Im Chromstahlkessel habe ich ein Loch reingeschnitten das genau so
gross ist wie ein 10Liter Eimer. In diesem habe ich einige Löcher gebohrt. Über diesen
Eimer geht gerade der Maischensack von meinem Rohstofflieferant. Und nun kann ich gemütlich
Abmaischen - und wieder hat mich was gestört. Warum lässt man dann Wasser durch die Maische
wenn man das ganze nicht nochmals in den Braukessel schmeisst durchrühr und nochmals
abmaischt - so habe ich bestimmt den ganzen Zucker in der Würze.
Meine Frau braucht die ausgerungene Maische zum Brot backen,
kann ich wärmstens empfehlen. Schmeckt einfach supper.
Beim ersten mal ist mir bewusst geworden dass ein
Eimer nicht reicht zum Abmaischen - werde auf 2 erhöhen
:o)

Wir haben die Anlage am 18. April 09 eingeweiht - der Druck im
Drucktank war 2.6 bar - an diesm Punkt lösste auch das Spundventil jetzt
aus.
Anfrage brauherr.de wie viel Rezenz für ein helles Weizen - promt die
Antwort.
Hier die Tabelle vom Braukollegen einfach super
Typen
Spundtabelle
Also wir bei uns in der Groß-Brauerei stellen Pils mit 5,2g/l, bzw. Weizen mit 5,6g/l zur
Abfüllung bereit.
Gruß, und Gut Sud!!
Paul
Der Gärdrucktank
So oder ähnlich sollte man ihn beschreiben

Ist zurzeit unter Druck mit hellem Pilsner und nun die Info. Dem
Fass habe ich drei Ventile verpasst eines unten in der Mitte, eines oben wie ihr seht, und
natürlich den Zwickel. Dazu habe ich selber ein Spundventil gebastelt damit ich die Rezens
einstellen kann und mir das Fass nicht um die Ohren fliegt. Das kleine Sicherheitsventil
geht so bis 3.5bar, habe ich in der Bude getestet mit Druckluft. Musste ja schauen dass
alles dicht ist. (Mit einem Schaumspray oder Seifenspray - die Verschraubungen
"einschäumen" dann sieht man schnell wenn man geschlampt hat)

Es ist eigentlich ein ganz eifaches 50Liter Bierfass aus Chromstahl
max Druck 3bar und kostete mich pro Stück 25.-sFr. ihr habt schon richtig gelesen. Adresse:
Feldschlösschen Rheinfelden Schweiz. Sie sind zwar zerbeult, aber das ist egal. Meine haben
einen Korbfittig Anschluss und der Degen kostet zusätzlich noch 25.-
Mit dem orginalen Anschluss kann ich das Co2 anschliessen und
eine Leitung zum Gegedruckfüller legen.
Zusätzlich habe ich noch ein
Lagerfass

gebastelt mit Spundventil.So kann ich vom
Gärfass direkt unter Gegendruck das Bier in mein "Lagertank" drücken, und somit kann ich
auf ein neues brauen.Und nun......
Gut Sud & Prost
Nachruf
Ich habe die Anlage gebaut nach dem Platz für die
50Liter Fässchen und einfach darauf los geschnitten geschweisst geflext wieder abgeändert
usw... nichts für schwache Nerven! Hier ist Geduld gefragt .
Und hier auch ein Dank an meinen Arbeitgeber - und meinen
Chef.
Danke Dani für
alles!
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Hier die Gesamtansicht
Zu sehen sind der Braukessel der auf der Heizplatte steht. Geheizt
wird mit Strom 3.8KW stark. Man kann sagen, dass er ein wenig schwach befeuert ist für
40 Liter, habe aber gute Erfahrungen gemacht, vor allem wenn die Tempraturen gehalten
werden müssen. Beim Kochen hat er Mühe hoch zu kommen (männlicher Kochkessel ;o)))))) und
braucht schon mal 45Minuten bis er so 97° grad hat. Unten seht ihr das Pumpwerk und nebenan
das Multibecken.
Der Deckel

Hier seht ihr den Einlass mit Wasserzähler, den Scheibenwischermotor
und die beiden Anschlüsse zum Kühlen oder jetzt sogar zum Heizen. Bei meinen anfänglichen
Brauversuchen mussten wir immer zuerst den Kessel von der Heizplatte nehmen um ja nicht
einen "Blausud" zu kochen, jetzt kann man gemütlich mal einen Schuss Kaltwasser durchjagen
und somit hat man die Möglichkeit die Tempratur besser zu kontrollieren.
Das Rührwerk
Ich habe mich gefragt warum der Kühler nicht integriert ist im
Braukessel. Beim Einmaischen ist es praktisch für die Tempraturregulierung und zum zweiten
wird es ja sowieso desinfiziert beim Würzekochen. Ihr seht, ich habe das Rührwerk um den
Würzekühler gezogen. Auch beim Abkühlen ist es genail gegangen, das Rührwerk strömt die
Würze um den Kühler, besser und vor allem gemütlicher geht es fast gar nicht
mehr.
Das Multifunktions Spühlbecken

Immer fehlt Wasser zum Händewaschen. Auf dieses Teil, nebst dem
Boiler der gleich folgt, bin ich besoders stolz. Man kann die klebrigen Hände waschen und
das ganze Kleinmaterial, dann hat es einen Anschluss für das Flaschen waschen. Reimt sich.
Ganz einfach Reinigungsmittel in den Abmaischkessel, heisses Wasser dazu, das ganze an die
Pumpe anschliessen und an den Hahn. Schon kann man unter Druck (Pumpe bringt 4.5bar)
Flaschen reinigen. Das Spühlwasser kann man wegschmeissen oder aber, wieder in den
Kreislauf zuführen. Und es ist einfach G.......l!
Integriert der Gegendruckabfüller

Das mit der Feder, ist halt der Gratiszusatz des Tüchtigen - es ging
einfach auf, ohne nachzumessen. Wie ihr seht habe ich parallel Flacheisen an 2 Winkel
angebohrt und aus dem Internet habe ich die Bauanleitung für den Gegendruckfüller.
Wenn ihr Fragen habt, Anregungen oder Wünsche so schreibt doch.

Der Boiler

Wurde aus unserer Kantine beim Umbau rausgerissen - was für den
Kochherd auch gilt. das Spühlbecken war im Alteisen und kam von unserer Montagecrew, die
Küchen montiert und die alten die noch dort stehen rausreisst. Halleluja. Ja der
Boiler löste einige Probleme. Man hat grundsätzlich heisses Wasser, den Boiler habe ich auf
max eingestellt, geht aber nur bis 65° - und man braucht auf den Nachguss nicht ewig
zu warten, der kann gemütlich beim Brauen im Boiler rauffahren. Und zum Schluss
der
Filter

Habe ich auch vom "Hornbach" und gehört eigentlich zum
Hauswasseranschluss oder ähnlichem, hat eine waschbare100mü Filterpatrone und hällt 50°
aus. Ich brauche ihn nach dem Würzekochen und Abkühlen für die Filtration ins
Druckfass.
Ein Spruch den ich kürzlich so oder ähnlich gelesen habe - ich musste
laut lachen.
Harte Männer essen keinen
Honig - sie kauen Bienen.
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